Vielleicht kommst du mit dem Flugzeug in Tulsa an oder du machst mit dem Auto Halt in der sogenannten „Route 66 Capital“ (sowohl Elektroautos als auch Oldtimer sind willkommen). Wie auch immer, diese pulsierende und moderne, aber dennoch historische Stadt ist ein hervorragender Ausgangspunkt für deinen Urlaub im Green Country von Oklahoma. Nachdem wir den ersten Tag damit verbracht haben, die Grünflächen und Museen der Stadt zu erkunden, machen wir uns für die Nacht bereit, bevor wir am zweiten Tag nach Rogers County aufbrechen. Dort steht auf unserem Programm eine Hommage an Will Rogers und die Wertschätzung von Umwelt-Volkskunst. Der dritte Tag ist für Vinita und Miami reserviert, zwei Städte, die besonders Geschichtsinteressierte ansprechen werden.
Unterwegs empfehlen wir dir preisgekrönte Restaurants und bei Einheimischen beliebte Cafés, damit du während der gesamten Reise bei Kräften bleibst. Komm mit offenem Geist, offenem Herzen und offenen Augen, um alles, was das Leben in Oklahomas Green Country zu bieten hat, wirklich zu schätzen.
Dieser Text entstand in Zusammenarbeit mit Green Country.

Leute, die bei der Big Dam Party im Gathering Place Stromschnellen im Fluss befahren (Foto: LaDonna Donathan)
Tag 1: Tulsa
Vormittags
Wenn du dich nicht am Hotelfrühstück satt isst, such dir stattdessen ein Café oder Restaurant in der Nähe des Arkansas River. PonyCoffee zum Beispiel ist ein uriger Ort, um eine Tasse Kaffee und ein Croissant, einen Scone oder einen Muffin zu genießen. Dann ist es Zeit, sich die Beine zu vertreten und die Reisestrapazen mit etwas Bewegung abzuschütteln. Tulsa ist schließlich mit über 140 Grünflächen ein idealer Ort zum Sporttreiben.
Du brauchst keine Wanderschuhe, um die 26 Meilen (knapp 42 km) langen, von River Parks sorgfältig gepflegten, Asphaltwege zu genießen und es ist ein hervorragender Ort, um Einheimische beim Joggen, Radfahren, Angeln und Picknicken zu treffen. Wenn du kleine Kinder hast, solltest du unbedingt die fantasievollen Rutschen und Klettertürme im Chapman Adventure Playground besuchen. Dieser Spielplatz liegt im Gathering Place, einem beliebten Park am Flussufer, und wurde gerade von USA Today zum Besten in Amerika gekürt.

Rutschen mit Kanadareiher-Motiv im Chapman Adventure Playground (Foto: LaDonna Donathan)
Nachmittags
Nachdem du den Schweiß und die Sonnencreme abgewischt hast, tankst du neue Energie bei einem Mittagessen im American Solera, wo diejenigen, die Alkohol trinken, Craft-Biere genießen können und alle am Tisch sich über gegrillten Käse und Smash Burger hermachen können. Nach einem so aktiven Vormittag verbringen wir den Nachmittag damit, Tulsas hochgelobte Museen zu besichtigen.
Das Philbrook Museum of Art beherbergt sowohl historische als auch moderne Kunst, und seine weitläufigen Gärten bieten eine bemerkenswerte Portion Ruhe, während du alles verarbeitest, was du gesehen hast. Das Woodie Guthrie Museum hingegen wird Musikliebhaber und Aktivisten für soziale Gerechtigkeit gleichermaßen faszinieren. Wähle ein Museum aus und tauche ganz in dessen historische und kulturelle Angebote ein, bevor du zum Abendessen aufbrichst. Das ist deine Chance, ein Chicken Fried Steak zu probieren, eine lokale Spezialität, die man laut vielen bei Nelson’s Buffeteria genießen sollte.

Blühende Blumen in den Philbrook-Gärten (Foto: LaDonna Donathan)
Tag 2: Rogers County
Vormittags
Die Fahrt nach Claremore dauert nur eine halbe Stunde, du kannst also ausschlafen, wenn du möchtest. Nimm dir die Zeit, in Tulsa zu frühstücken, oder warte, bis du in Claremore angekommen bist – das Dots Cafe ist ein vielseitiger lokaler Favorit, der Klassiker wie Pfannkuchen und Omeletts anbietet.
Den Vormittag verbringst du dann damit, mehr über Will Rogers zu erfahren, einen Schauspieler, Entertainer und Schriftsteller, der für seinen scharfsinnigen Humor und seine pointierten politischen Beobachtungen bekannt war. In vielerlei Hinsicht verkörperte Rogers den amerikanischen Traum und beim Rundgang durch das Will Rogers Memorial Museum bekommst du einen besseren Eindruck von seinem Vermächtnis.
Die berühmteste Sehenswürdigkeit am Straßenrand, der Blauwal, wurde von Hugh Davis als Geschenk für seine Frau Zelta geschaffen. Ursprünglich nicht für die Öffentlichkeit gedacht, wurde der Park schnell zu einem festen Zwischenstopp für Reisende auf der Historic Route 66, denn es kommt nicht jeden Tag vor, dass man in Oklahoma einen Wal sieht. Heute können Besucher auf dem Gelände picknicken, sich am Teich die Beine vertreten und das neue Besucherzentrum genießen.

Statue von Will Rogers vor dem Will Rogers Memorial Museum (Foto: LaDonna Donathan)
Nachmittags
Nur wenige Gehminuten vom Will Rogers Memorial Museum entfernt liegt das Hammett House, ein Restaurant, das für sein Chili, seine herzhaften Sandwiches und seine sättigenden Burger bekannt ist. Ansonsten kannst du das Pink House besuchen, wenn du Lust auf Ofenkartoffeln, Quiche oder Salat zum Mittagessen hast.
Tatsächlich befindet sich „The Pink House“ im Erdgeschoss unserer nächsten Station: der Belvidere Mansion. Wenn du deinen Besuch gut planst, kannst du dieses viktorianische Meisterwerk noch besichtigen, bevor es um 14 Uhr schließt. Wir sprechen hier von italienischen Fliesen, Türmchen, einem Dach mit Oberlicht und einem Ballsaal mit atemberaubender Aussicht.
Danach gibt es in Rogers County noch viel zu sehen, darunter das „The Nut House“, wo du dich mit Fudge und Pekannüssen sowie einer bunten Auswahl an Souvenirs und Geschenken eindecken kannst. Weiter entlang der Route 66 liegt Ed Galloways Totem Pole Park, ein wunderbares Beispiel für Umwelt-Volkskunst. Übernachte in Chelsea, wo du vielleicht im „Lindo Veracruz“ zu Abend essen möchtest.

Das Innere von The Nut House, gefüllt mit Geschenken und Haushaltswaren (Foto: LaDonna Donathan)
Tag Three: Vinita und Miami
Vormittags
Genieße ein gemütliches Frühstück im Main Street Diner in Chelsea, bevor du dich ins Auto setzt und die kurze Fahrt nach Vinita antrittst. Deine ersten beiden Tage im Green Country von Oklahoma haben dir vielleicht einen historischen und geografischen Überblick über die Region verschafft, aber das Anna Mitchell Cultural & Welcome Center wird viele deiner verbleibenden Fragen zum indigenen Erbe des Landes beantworten. Dieses Zentrum dient nicht nur als Tagungs- und Veranstaltungsort für die Cherokee Nation, sondern beherbergt auch Ausstellungen und Installationen, in denen du auf respektvolle Weise von Kunst und Artefakten lernen kannst.
Ebenfalls einen Besuch wert ist das Eastern Trails Museum, wo du mehr über Themen wie das Leben an der Grenze und die Bedeutung von Vinita für die Route 66 erfahren kannst. Es gibt zahlreiche aufschlussreiche Fotos und Artefakte aus der Viehzucht, aber das Museum ist klein genug, um nicht überwältigend zu wirken.

Pfeil-Installation im Freien am Anna Mitchell Cultural & Welcome Center
Nachmittags
Bevor du Vinita verlässt, gönn dir ein Mittagessen im Clanton’s Café, einem familiengeführten Restaurant, das die Stadt seit 1927 versorgt. Burger, Sandwiches, Chicken Fried Steak und mehr stehen zur Auswahl. Sobald dein Bauch voll ist, fahr zur letzten Station unserer Reiseroute: Miami.
Sobald du die Innenstadt von Miami betrittst, wird dir die Architektur des Coleman Theatre Beautiful im spanisch-kolonialen Missionsstil den Atem rauben. Schau dir die aktuellen Spielzeiten auf der Website des Theaters an, falls du Interesse hast, hier eine Vorstellung zu besuchen. In Miami findest du auch das Dobson Museum & Home, einen Ort, an dem du mehr über die lokalen indigenen Stämme, die Bergbaugeschichte und das Leben der frühen Siedler erfahren kannst.
Du kannst die Nacht in Miami verbringen oder die 90-minütige Fahrt zurück nach Tulsa antreten. Zum Abendessen empfehlen wir dir besonders, ein Farm-to-Table-Restaurant aufzusuchen, um die Köstlichkeiten der Saison zu genießen. Das FarmBar in Tulsa zum Beispiel bietet gehobene Küche, perfekt, um den letzten Abend des Urlaubs zu feiern.

Das Coleman Theatre von außen – wunderschön
Tipps zur Verlängerung deiner Reise
Halte für ein paar Fotos an
Verrückt. Vielseitig. Bizarr. Das sind nur einige der Begriffe, mit denen die Route 66 seit ihrer Entstehung im Jahr 1926 beschrieben wurde. Hundert Jahre Entwicklung spiegeln sich in Sehenswürdigkeiten am Straßenrand wider, wie Froella, dem Riesenelefanten, The Nut House, Big Bill und Stella Atom, dem neuen Weltraum-Cowgirl in Tulsa. Nimm dir Zeit, an jeder dieser ikonischen Statuen anzuhalten, um deine Reise noch entspannter zu gestalten.

Stella Atom, das Weltraum-Cowgirl in Tulsa (Foto: LaDonna Donathan)
Begib dich auf einen Ausflug mit Übernachtung
Tahlequah ist eine Kleinstadt im Green Country von Oklahoma, die nicht nur die Hauptstadt der Cherokee Nation ist, sondern auch als Ausgangspunkt für einige der besten Kanutouren des Bundesstaates dient. In der Gegend gibt es verschiedene Ausrüster und die Touren reichen von wenigen Stunden bis zu mehreren Tagen.
Verbringe noch eine Nacht in Tulsa
Du könntest leicht eine Woche damit verbringen, Tulsas Zoo, Museen, historische Stätten und Parks zu erkunden. Zieh in Betracht, noch eine Nacht hier zu verbringen, um dir Zeit zu nehmen, die wichtigsten Punkte auf deiner Bucket List abzuhaken.













